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Bayern ist ein besonderes Land – mit seiner viel gepriesenen Gemütlichkeit, seinen grantelnden Bewohnern und seiner „Amigo“-Mentalität. Lion Feuchtwanger nennt „Bayern den eigentlichen Held“ seines 1930 erschienen Romans „Erfolg“. Scharfsichtig stellt er die Krisenjahre in München zwischen 1921 bis 1924 dar. Feuchtwangers Justizroman ist eine nach wie vor exakte Diagnose des Erfolgs der Nationalsozialisten. Als Folie dieser Ereignisse beschreibt er haarscharf, auch liebevoll, die „Sitten und Gebräuche der altbayrischen Menschen“.

Lion Feuchtwanger, echter Münchner und Sohn eines jüdischen Fabrikanten, ging 1925 nach Berlin. Hier schrieb er „Erfolg“, das erste Buch der „Wartesaal-Trilogie“. 1933 ließ er sich in Südfrankreich nieder; 1941 wanderte er mit seiner Frau Marta nach Kalifornien aus. Obwohl ihm die amerikanische Staatsbürgerschaft verweigert wird, verlässt er das Land bis zu seinem Tod nicht mehr.

Eine geniale Umsetzung von Feuchtwangers Satire gelang Jörg Hube mit seiner Lesung aus dem Roman, im Wechsel mit Liedern der Biermösl Blosn. Hube, Schauspieler, Regisseur, Kabarettist und von 1991 bis 1993 Direktor der Otto-Falckenberg-Schule erhielt zahlreiche Auszeichnungen … und die Biermösl Blosn, drei originelle bayrische Musiker, sind für ihre politisch-satirische Volksmusik weit über Bayern hinaus bekannt. Gut, dass sie sich zusammen getan haben. Ihr Blick auf Bayern und die vielen politischen Anspielungen sind aktuell wie eh und je. Sie unterhalten und leisten Aufklärung im angenehmsten Sinne! Lesung mit Musik, Spieldauer: ca. 130 Minuten, 2 CD. Mit Booklet.

— culture.text

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