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Mit dem Buch ist es wie mit der Autorin — in eine Schublade stecken lässt es sich nicht. Ulrike Folkerts erstes Buch ist keine klassische Autobiografie, keine streng chronologisch erzählte Lebensgeschichte. Es ist zugleich Fotoalbum, Standortbestimmung, Erinnerungsarbeit und praktische Lebenshilfe. Ginge man nach dem poppigen Layout des Buches, das an ein Sonderheft der Cosmopolitan erinnert, ist man eher auf Entschlackungstipps gefasst. Vielmehr aber finden sich in dem Buch die vielschichtigen Erfahrungsberichte einer Frau, die sich mit Auskünften über ihr Privatleben in der Öffentlichkeit bislang sehr zurückgehalten hat.

Bezeichnend ist das Zwiegespräch von Ulrike Folkerts mit Lena Odenthal, der Tatort-Kommissarin, die sie seit 15 Jahren verkörpert. Es ist dem Buch vorangestellt und beschreibt ernst und komisch zugleich das schwierige Verhältnis der Schauspielerin zu ihrem Alter Ego, mit dem sie für viele Menschen schon ganz verschmolzen ist. Es folgen die Kapitel „Von der Kindheit zur Bühne“, „Dazu stehen, was ich fühle“, „Sport und Bewegung“, „Einsatz für andere“ und „Freizeit und Zukunft“.

Überraschend offen und persönlich spricht Folkerts über Brüche, Niederlagen und Erfolge, sei es die Trennung der Eltern, die harte Schauspielausbildung oder ihr Engagement gegen Landminen. Dabei findet sie eine zugleich selbstbewusste und sensible Tonlage. Das wirkt authentisch und überzeugend. Dabei sollen die Leser nicht einfach eine Lebensgeschichte konsumieren, sie können etwas mitnehmen von den Fehlern und von den Erfolgen, an die sich Folkerts erinnert. Hier begegnet einem nicht die toughe Lena Odenthal, sondern eine starke, nachdenkliche, manchmal auch zweifelnde Frau, die davon erzählt, wie sie ihren Weg geht. –Henrik Flor

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